Heute Literarisches mit Gunna Wendt. Ihre Lesungen sind für mich immer etwas Besonderes, denn die Protagonistinnen ihrer Biografien sind unangepasste und daher spannende Zeitgenossinnen, ausgestattet mit genug Weitblick, Klugheit und Intuition, um „sich selbst zu erfinden“. Dabei gräbt Gunna gerne Frauen aus, die man selbst noch gar nicht auf dem Schirm hatte – obwohl ihre Lebensläufe und schillernden Persönlichkeiten historisch wie gedanklich enorm viel Anregung bieten. Nicht selten kreuzen sich ihre Lebenswege dabei mit denen berühmterer ZeitgenossInnen.
Das gilt auch für Gunnas neuestes Buch: Darin skizziert sie die Richthofen-Schwestern im Spannungsfeld ihrer Beziehung zueinander.
Frauen von morgen. Die Schwestern Richthofen im Kreise der Bohème“
AUS DEM KLAPPENTEXT: Gunna Wendt porträtiert in dieser Doppelbiografie die Schwestern Else und Frieda von Richthofen, die sich im Umfeld der Schwabinger Bohème zu Beginn des 20. Jahrhunderts konventionellen Rollenbildern widersetzten. Das Werk beleuchtet ihre persönliche Weiterentwicklung, ihre Rivalität sowie ihre Verbindungen zu Persönlichkeiten wie Max Weber und Rainer Maria Rilke. Es ist ein Porträt über Emanzipation und Selbstfindung in der Umbruchzeit um 1900.
Gebundene Ausgabe (Hardcover): ISBN: 978-3-15-011513-8
E-Book (EPUB): ISBN: 978-3-15-962484-6
Mai 2026 im Reclam Verlag.
Gunna Wendt verwandelt einmal mehr historische, gesellschaftliche und psychologische Fakten in packende Literatur.

Ihr neues Werk über zwei historische Frauenfiguren fügte sich hervorragend in den Veranstaltungsort ein: das Kommunikationszentrum für Frauen (Kofra), einer gelungenen Mischung aus Beratungsstelle für Arbeits- und Lebenssituationen, gemütlichem Treffpunkt mit Bar und Kulturort, gefördert von der LH München

Kofra e.V.
- Baaderstraße 30
🕒 Öffnungszeiten
- Montag – Donnerstag: 16:00 bis 22:00 Uhr
- Freitag: 14:00 bis 18:00 Uhr
Website: http://www.kofra.de

Die lebhafte und engagierte Moderation übernahm die Journalistin Elke Amberg. Ich habe sie bereits vor Jahren als Publizistin für Frauenthemen kennen- und schätzen gelernt – umso größer war die Freude über das Wiedersehen.
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