„Dageblieben und hingeschaut“ – Meine zehn Jahre mit Sinti und Roma – Die Geschichten hinter den Jubiläumsgästen bei Madhouse München. Mit Fotografien von Stadtspaziergänger Sigi Müller, Oliver Stey und Claudia Cane

„Aus einer skeptischen ersten Begegnung ist eine Freundschaft geworden (…), aus einer Journalistin eine Wegbegleiterin und aus jemandem, der vor 10 Jahren erst einmal lernen sollte, wie wir [Sinti] ticken, wurde jemand, der heute selbst ein Teil unserer Geschichte ist (…)“

Aus der Laudatio von Alexander Diepold zum 10jährigen Madhouse-Jubiläum von Gaby dos Santos, 2.9.26

Eine Laudatio wie die von Alexander Diepold hatte ich weder erwartet noch jemals zuvor erhalten. Mit dieser Rede würdigte er mein zehnjähriges Engagement für Sinti und Roma* im Rahmen seines soziokulturellen Zentrums Madhouse. Als er äußerte, ich sei nun ein Teil ihrer Geschichte, fühlten sich seine Worte wie ein Ritterschlag an – kamen sie doch von einem der führenden Bürgerrechtler dieser Community in Deutschland. Zudem müssen Akzeptanz und Freundschaft bei dieser Minderheit erst erarbeitet werden. Zu schwer wiegen das Leid und die Diskriminierung, die sie über die Jahrhunderte und bis heute durch die Mehrheitsgesellschaft erfahren mussten. Eine solche Vergangenheit macht verständlicherweise misstrauisch.

Als mich Alexander Diepold am 2. September 2016 erstmals und ausgesprochen frostig empfing, bewog mich eine Ahnung dazu, dennoch zu bleiben und ganz genau hinzuschauen. Weil die meisten Menschen bis heute so wenig über die Community wissen wie ich damals, begann ich damit, das Erlebte öffentlich zu teilen. Inzwischen lerne ich längst nicht mehr nur über diese Community, sondern lebe durch das Madhouse-Zentrum mit ihr.

Eine Frau mit grauen Haaren und Brille spricht nachdenklich. Im Hintergrund sind verschwommene Personen sichtbar.

Mir – der ewigen Grenzgängerin – hat Alexander in seiner Rede das Gefühl gegeben, dazuzugehören. Noch während er sprach, stellte ich mich mit Tränen in den Augen neben ihn.

Foto links: Sigi Müller, Fotos rechts: Sabine Böhlau

Und ich war beileibe nicht die Einzige mit feuchten Augen. Ich glaube, diese Rede hat niemanden unter den Anwesenden unberührt gelassen.

V. li. o: Michael Stephan, Masako Ohta sowie Familie Kollmann mit Gudrun Scheringer

Eine lächelnde Frau mit Brille hält zwei Blumensträuße in Händen, die rosafarbene und rote Rosen sowie andere bunte Blumen enthalten. Im Hintergrund ist ein heller Raum zu sehen.

An meinem Jubiläum ging es mir nicht nur ums Feiern – obgleich natürlich auch das ausgiebig stattfand 😉

Vielmehr war es mir ein Bedürfnis, mich an diesem besonderen Tag mit Menschen zu umgeben, die mir am Herzen liegen – weil uns wertvolle Erinnerungen und Geschichten verbinden, die ich lebendig halten möchte.

Einige davon, die einen starken Bezug zum Jubiläum haben, reiße ich in diesem Beitrag an:


RAMONA

Auf meinem Weg in die Welt der Sinti und Roma war die Sintezza Ramona Sendlinger eine Freundin und Begleiterin der ersten Stunde, die ich bereits bei meinem Madhouse-Einstand am 2. September 2016 kennenlernte.

Schicksalstag 2. September: li. Stunde Null 2016 – re. Jubiläumsfeier 2026

Umso mehr freut mich zu sehen, dass iIhre Leidenschaft für das Tanzen ebenso ungebrochen ist, wie ihr starkes Engagement für die Bürgerrechte – sei es für die eigene Community oder im allgemeinen gesellschaftlichen Kontext.

Zwei Momentaufnahmen von Ramona während des Jubiläums: Links während der Darbietung von Jazz-Sänger Thomas de Lates und rechts mit unserem gemeinsamen Freund Terry Swartzberg, dessen Münchner Stolpersteine-Initiative sie unterstützt; Fotos: Sigi Müller

Seit einigen Jahren gibt es Ramona nur noch im Doppelpack. In Harald Sendlinger hat sie ihre große Liebe gefunden und geheiratet. Er erklärt sich nunmehr des Öfteren augenzwinkernd zum „angeheirateten Sinto“ 😉

Es tut der Seele wohl, dieses Paar zu beobachten. Sie sind der lebende Beweis dafür, dass es sie tatsächlich gibt – die Happy Ends mit Geigen.

Ein Paar tanzt und lacht miteinander in einem hellen Raum.
Foto: Oliver Stey

Doch hinter Ramonas flamboyantem Auftreten verbirgt sich eine zutiefst melancholische Seite:

Eine Frau mit lockigem, schwarzem Haar trägt eine grüne Bluse und große, weiße Sonnenbrillen. Sie schaut nach unten und hat einen tätowierten Arm.
Foto: Sigi Müller

Der lange Schatten des Völkermords an den Sinti, Roma, Jenischen und Reisenden hat Ramonas gesamte Jugend geprägt. In einem Zeitzeugen-Interview für meine Sinti-und-Roma-Trilogie erzählte sie mir, dass 53 ihrer Familienangehörigen im Holocaust ermordet wurden. Ihr Vater überlebte schwer traumatisiert – mit tiefgreifenden Auswirkungen auf das Familienleben. Dabei ist Ramonas Familienschicksal keine traurige Ausnahme. Ich kenne keine Münchner Sinti-Familie, die keine Opfer unter ihren Vorfahren zu beklagen hat oder deren Angehörige nicht an Leib und Seele gezeichnet aus der Verfolgung hervorgingen.


GISELA

Bundesweit hatten die TV-Sender ihren Auftritt in den Nachrichten übertragen: Gisela Kollmanns Appell an den Bundespräsidenten und die bayerische Politik. Obwohl sie aus dem Rollstuhl heraus und mit zittriger Stimme sprach, war ihre Botschaft eindringlich und voll offener Vorwürfe. Es war der Aufschrei einer Großmutter, die um ein würdiges Gedenken an ihren Enkel Giuliano kämpft – zehn Jahre nachdem dieser beim rassistischen Attentat am Olympia- Einkaufszentrum ermordet wurde.

Links die Gedenkzeichnung des getöteten Giuliano Kollmanns, rechts seine Großmutter Gisela, bei ihrer Ansprache zum 10. Jahrestag des OEZ-Attentats, am 22.7.26, gestützt von Alexander Diepold

Dass Gisela mein Jubiläum mitfeierte, bedeutete mir – als ebenfalls liebende Großmutter – viel. Ich empfinde tiefe Zuneigung und Empathie für sie sowie großen Respekt für ihren ungebrochenen Kampfgeist. Daher hat mich ihr Kommen sehr geehrt.

Angesichts von Tragödien, wie sie Gisela und ihre Familie erleiden mussten, stellt man sich im Stillen die bange Frage: Was wäre, wenn es die eigenen Liebsten träfe? Wie lebt man danach weiter, während die Welt ungerührt ihren Lauf nimmt, die Scheinwerfer der jährlichen Gedenkveranstaltungen erlöschen und die Polit-Prominenz pflichtschuldig weiterzieht? Wie lebt man weiter, wenn man alleine mit seinem Verlust zurückbleibt – als buchstäblich Hinterbliebener, so wie die Familie Kollmann?

Ein Mann und eine Frau sitzen sich gegenüber und führen ein ernstes Gespräch. Im Hintergrund sind Blumen und Fenster zu sehen.
Alexander Diepold im Gespräch mit Gisela Kollmann, deren Familie er seit dem OEZ-Attentat 2017 mit allen Mitteln seines Beratungszentrums betreut

Nach Gesprächen mit Gisela und Giulianos Vater Mucki bin ich zu dem traurigen Schluss gekommen: Es ist für lange Zeit ein bloßes Überleben und erst viel später ein Weiterleben, allerdings in dauerhaft beschädigter Verfassung:

„Die Narben bleiben.“

Gedenkveranstaltung zum rassistischen Attentat am 22.7.2016 in München, mit Teilnehmern, die Blumen niederlegen.
Das Foto zeigt Alexander Diepold und Gisela Kollmann während der Gedenkfeier zum 5. Jahrestag des OEZ-Attentats am 22,7.2021:

„Was für ein Schock damals, was für ein Schmerz bis heute …“

Angesichts von so viel Leid und dem als Herausforderung erlebten öffentlichen Trubel rund um den zehnten Jahrestag des Terroranschlags empfand sie die Jubiläumsfeier als willkommene Abwechslung. Das ließ Gisela Alexander anschließend auch wissen. Wie schön!

Zur Feier mitgebracht hatte sie ihren Sohn Mucki, Giulianos Vater, ihre Enkelin Hanashi und ihren Urenkel, das Baby Lunes. Der Kleine war ein echter Lichtblick inmitten des familiären Dramas – ein Symbol für das Wunder des Lebens, das sich trotz allem fortsetzt.

Giuliano dagegen steht für ein Vermächtnis. Nur zwanzig Minuten bevor er erschossen wurde, postete er die Zeilen für einen neuen Rap-Song:

„Wir sind nicht alle reich…
> …Doch bluten tun wir alle gleich…“


TERRY

Ein Highlight des Abends war die „Kippot-Krönung“, die der Journalist und Ethical Campaigner Terry Swartzberg an Gastgeber Alexander Diepold und mir vornahm. Dass ich als Frau ebenfalls eine Kippa aufgesetzt bekam, überraschte mich ein wenig.

Andererseits wusste ich nur zu gut, wie klug und vorausschauend Terry seine Aktionen konzipiert – nicht zuletzt, wenn es um seine „Kippot-Kampagne“ geht. Er ist bekannt für sein breit gefächertes Engagement für die NS-Gedenkkultur, insbesondere für die Münchner Stolpersteine-Initiative, sowie „für ein freudiges und selbstbewusstes Judentum in unserem Europa der Vielfalt und Toleranz“ > J.E.W.S. e.V.

Ein Mann mit einer Brille und einer Kippa, der in einem gestreiften Hemd spricht.

Im Jahr 2012 startete er einen Selbstversuch, um seine Gefährdung als Kippa-Träger zu testen. Zunächst als Testlauf über nur wenige Wochen geplant, ist für ihn die Kippa längst zu einem Teil seiner Identität als praktizierender, liberaler Jude geworden. Inzwischen besitzt er unzählige Kippot, die oft, wie die Friedenskippa auf von ihm selbst entworfen wurden. > (….MEHR)

Ein Mann mit einem bunten Kippa, der nachdenklich schaut, Hintergrund unscharf.
Interkultureller Schulterschluss: Der Sinto Alexander Diepold trägt die vom liberalen US-amerikanischen Juden konzipierte Friedenskippa

An diesem Abend, der im Zeichen der Sinti und Roma stand, eine Kippa aufzusetzen, empfand ich als wertvollen, interkulturellen Schulterschluss. Zudem befinden Alexander und ich uns diesbezüglich in allerbester Gesellschaft: Die nächste seiner Kippot hat Terry zwei Tage später im Schloss Bellevue beim Bundespräsidenten abgeliefert, zu dessen Sommerfest er geladen war...


Wo Sinti und Roma zusammenkommen, ist die Musik nie weit!

Drei Männer spielen Musik in einem Raum; einer singt, während die anderen Gitarre spielen. Im Hintergrund sind Flaschen und ein buntes Gemälde zu sehen.
Jammen nicht zum ersten mal gemeinsam: Latscho Rosen und Roland Krause und Thomas de Lates beim Madhouse-Jubiläum

Vielmehr scheint sie ihnen förmlich in die Wiege gelegt zu sein. Das bestätigte sich bei dieser Feier aufs Neue: Eifrig klinkte sich der erst sechsjährige Romeo Kis in die Session ein – einfühlsam und respektvoll begleitet von den alten Hasen Latscho Rosen und Roland Krause, s. nachfolgende Fotos.

Tatsächlich ist das musikalische Erbe der Sinti und Roma untrennbar mit ihrer kulturellen Identität verwoben. Doch während die Mehrheitsgesellschaft sie als Musikerinnen und Musiker schätzt, lehnt zugleich ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung sie laut aktuellen Statistiken als Nachbarn ab. Daher ist es dringend geboten, den Blick für die soziokulturellen Aspekte hinter dem Kunstgenuss nicht zu verlieren. Mit diesem Ziel vor Augen hat sich die deutsche Minderheit längst auch politisch organisiert.

LATSCHO

Beispielhaft dafür ist der familiäre Hintergrund von Latscho Rosen, einem von sieben Kindern aus der bekannten Sinti-Familie von Otto Rosenberg in Berlin.

Ein Mann spielt eine rote Gitarre und lächelt fröhlich, während er mit Sonnenbrillen auf der Bühne sitzt.

Neben Latschos älterer Schwester, der Schlagersängerin Marianne Rosenberg, steht auch seine andere Schwester Petra Rosenberg in der Öffentlichkeit: Als Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg führt sie das Erbe ihres Vaters erfolgreich fort.

Als versierter Klangprofi und Studiomusiker machte sich Latscho Rosen einen Namen. Seine vielfältigen internationalen Engagements führten ihn bis nach Australien.

In Deutschland arbeitete er mit zahlreichen Stars zusammen, darunter Nena und Howard Carpendale und auch lange mit seiner Schwester Marianne Rosenberg.


ROLAND

Ein älterer Mann mit grauen Haaren, der in einem gestreiften Oberteil eine Gitarre hält, während er konzentriert aussieht.

Auch Roland Krause gehört zur deutschen Minderheit der Sinti. Über die Jahre hat er sich einen Ruf als hochentwickelter Instrumentalist erworben. Zu den großen Meilensteinen seiner Karriere gehört seine Zeit als Tour-Musiker für Udo Jürgens.

Er und Latscho verkörpern für mich die Sinti-Musiker-Version des legendären Zwillingspaars Kastor & Pollux – getrennt voneinander mag man sie sich kaum vorstellen. Tatsächlich verbindet die beiden eine so enge Freundschaft, dass sie derzeit sogar im selben Haus in Augsburg leben…

…Und ab und an mit ihrer Anreise Alexander und mich fröhlich stimmen!

„Jede Teilnahme der beiden an einem unserer Events ist für mich ein Fest für sich – musikalisch und vor allem emotional! Unsere Freundschaft beweist, dass man sich nicht zwingend oft sehen oder seit Jahren kennen muss, um sich einander verbunden zu fühlen – und um am Ende in einem ausgedehnten Partymodus zu landen, als sei man wieder zwanzig. 😉

Gaby dos Santos im September 2026
Ein älteres Paar posiert lächelnd für ein Foto, während sie sich umarmen. Die Frau trägt ein schwarzes Oberteil und eine Perlenkette, während der Mann ein blühendes Hemd trägt. Im Hintergrund sind Regale mit Broschüren sichtbar.
Das Foto zeigt Gaby dos Santos und Latscho Rosen zu vorgerückter Stunde beim Madhouse-Jubiläum

Latschos und Rolands Weltläufigkeit ermöglicht es ihnen, mir gegenüber eine Art Dolmetscherfunktion in die eigene Kultur hinein auszuüben, während sie Alexander Diepold – der selbst Sinto ist – bei Bedarf als beratende Impulsgeber zur Verfügung stehen.

Gaby dos Santos im September 2026


Momentaufnahmen der Jubiläumsfeier

Oft werde ich belächelt – mitunter auch verflucht –, weil ich bei Veranstaltungen stets akribisch auf Fotos bedacht bin, um bildlich zu sichern, was sich ansonsten in flüchtigen Momenten verlieren würde. Genau darum habe ich mein Handy meist griffbereit am Hals baumeln. Nicht so auf dieser Feier, bei der ich mich einfach genussvoll habe treiben lassen.

Lächelnde Frau mit grauen Haaren und Brille, trägt ein schwarzes Oberteil, vor einem dunklen Hintergrund.
Gaby dos Santos während des Madhouse-Jubiläums am „Raucherfenster“ im Konferenzraum

Das war mir nur möglich, weil gleich mehrere Gäste die Highlights fotografisch festhielten:

Ein lächelnder älterer Mann mit Brille und Bart hält eine Zigarette in der Hand, während er aus einem Fenster schaut.
Oliver Stey am Raucherfenster; Foto: Sigi Müller

Oliver Stey bezeichnet sich selbst als den Gauklern und Komödianten zugehörig – so nannte man früher die Untergruppe der Schausteller und Zirkusleute. Passend dazu hat er eines der drei größten Privatarchive im deutschsprachigen Raum aufgebaut. Mit Madhouse KULTUR der Sinti & Roma ist er seit Jahrzehnten verbunden und hat dort viele Events filmisch und fotografisch dokumentiert.

Ein Mann fotografiert mit einer großen Kamera in einem Raum mit einer Flipchart im Hintergrund.
Sigi Müller, der Fotograf fotografiert von Oliver Stey

Dass Sigi Müller erschien, unmittelbar nachdem er die Fotos für eine neue seiner Stadtspaziergänger-Kolumnen für die AZ im Kasten hatte, traf sich gut. Denn welcher Fotograf mit einer Kamera im Schlepptau drückt nicht früher oder später auch den Auslöser? 😉

Ein älteres Paar posiert für ein Selfie in einem geschmackvoll eingerichteten Raum mit einem Blumenstrauß im Hintergrund.
Claudia Cane steuerte ausdrucksstarke Fotos in SW bei.

Die Aufnahmen von Rocksängerin Claudia Cane fangen die besondere Atmosphäre ein, die durch den kunterbunten Mix der Gäste spürbar wurde > LINK

Eine Gruppe von vier Personen, die lächelnd und fröhlich in einem Raum sitzen. Sie heben die Hände und haben Getränke auf dem Tisch. Die Umgebung ist hell und freundlich.

Ein „Who Is Who“ in Nahaufnahmen:

Ältere Frau mit hellen Haaren, die in einem bunten, gemusterten Oberteil lächelt und aufmerksam in die Kamera schaut.
Christine Willschrei ist als Schauspielschulleiterin, Script-Expertin und Schwabinger Kulturinstitution bekannt. Sie behielt den Namen ihres ersten Mannes, des Drehbuchautors Karl Heinz „Axel“ Willschrei, bei.

Roswitha Stein, Alexander Diepolds wunderschöne Schwester – Nach einer Kindheit und Jugend vorwiedend in Heimen hat Alexander erst spät erfahren, dass er ein Sinto ist und erst vor einigen Jahren Kenntnis von diesem Teil seiner Familie erhalten! Fotostrecke: Sigi Müller

Ukrainerin mit Leib und Seele, Wahlmünchnerin und der personifizierte Sonnenschein: Lena Zöllner strahlt und posiert. Angesichts dieser Bildern wundert mich nicht, dass Sigi Müller sie immer wieder gerne vor seine Linse holt.

Eine Frau mit langen, dunklen Haaren und einem freundlichen Ausdruck, trägt eine helle Bluse und eine goldene Kette. Im Hintergrund ist eine Wand mit Informationen zu sehen.
Madhouse-Mitarbeiterin, die ungarische Romni Brigitte Kis, die Mama des kleinen Romeo
Foto Sigi Müller

DIE KÖPFE ZUSAMMEN GESTECKT

Zwei Frauen umarmen sich herzlich in einem hellen Raum.
Aus dem Stand auf einer Wellenlänge: Gaby dos Santos mit Madhouse Mitarbeiterin Brigitte Kis
Ein Mann und eine Frau sitzen eng beieinander und führen ein Gespräch. Der Mann trägt ein blaues T-Shirt und schaut nachdenklich, während die Frau in einem roten T-Shirt mit Brille spricht und ihn aufmerksam betrachtet.
Alexander Diepold mit Gudrun Scheringer (Dipl. Soz Päd. LH München, Kulturmanagement);
Foto Sigi Müller
Zwei Personen, eine Frau mit grauen Haaren und eine Männer in rotem Shirt, führen ein nachdenkliches Gespräch in einem modernen Raum.
Zwei ältere Männer führen ein angeregtes Gespräch, der Mann links führt einen Zeigefinger und hält ein Glas in der Hand, während der Mann rechts mit einer Hand gestikuliert und einen Stock hält.
Michael Stephan links mit Gastgeberin und Jubilarin Gaby dos Santos, rechts mit Sänger Thomas de Lates


NACH DER SHOW IST VOR DER SHOW:

Eine Frau mit lockigem Haar und einer gestreiften Bluse spricht mit einem Mann, der eine Kippa trägt. Sie gestikuliert mit der Hand, während sie an einem Tisch mit Essen sitzt. Im Hintergrund sind blaue Stühle und ein Bild an der Wand zu sehen.
Sabine Böhlau und Terry Swartzberg während der Madhouse-Party im Konferenzraum

Sabine Böhlau Sabine Böhlau (Pfarrerin und Kulturmanagerin von ‚Kairosis‘) und Terry Swartzberg beim Essen – womit sie derzeit auch kulturell befasst sind. In loser Folge veranstalten sie gemeinsam mit Elif Tan das Projekt ‚DreiMahl‘: ein interreligiöses Bewegungsformat im Stil eines Running Dinners.

Das nächste DreiMahl startet

Dort kocht Johann ‚Jetro‘ Mettbach (siehe nächstes Foto) Mamas Sintosuppe.

> Hier können sich die Teilnehmer:innen direkt anmelden

Zwei Männer posieren in einem Innenraum, einer mit Sonnenbrille und der andere hält eine Flasche Bier.
Madhouse-Mitarbeiter Jetro (li) in der Madhouse-Küche, mit seinem Cousin; Foto: Sigi Müller


ZUM SCHLUSS…

Ihr Lieben, dieser lange, intensive Abend mit Euch klingt noch immer in mir nach.

Ich habe ihn als weit mehr als nur eine Feier zum zehnjährigen Jubiläum empfunden. Der Abend war ein Zusammenkommen, das durch Euch die Freuden, Fortschritte aber auch die andauernden Herausforderungen rund um die Sinti und Roma Community abgebildet hat – genau so, wie ich sie in den vergangenen zehn Jahren kennenlernen und in meinen Beiträgen begleiten durfte. Vor allem aber war diese Jubiläumsfeier ein lebendiges Zeugnis für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für gemeinsame Projekte und eine vielfache Verbundenheit.

Von all dem wollte ich in diesem Beitrag erzählen und den besonderen Spirit spürbar machen. Ich hoffe von Herzen, diesem Anspruch – und vor allem Euch – gerecht geworden zu sein.

Profilansicht einer älteren Frau mit Brille und grauen Haaren, die ernsthaft schaut, sowie einem Mann im Hintergrund in einem blauen Shirt.
Foto: Sigi Müller

Auf die nächsten zehn Jahre bei Madhouse München, dem soziokulturellen Zentrum für Sinti und Roma – als Ehrenamtliche von Alexander Diepold!


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Veröffentlicht von Gaby dos Santos

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